Ausstellungsprojekt „Der Kreuzweg heute – von KI generiert“ im Schulzentrum St. Michael/Ahlen

Am 17.04.2024 veröffentlicht

Die „Künstliche Intelligenz“ (KI) erobert zurzeit die vielfältigsten Bereiche des menschlichen Zusammenlebens. Was kann KI, wo sind die Grenzen und wo die Chancen? Was kann KI mit religiösen Inhalten anfangen?

Das Ausstellungsprojekt „Der Kreuzweg heute – von KI generiert“, das zurzeit in der Schulkapelle des Schulzentrums „St. Michael“ in Ahlen gezeigt wird, lädt dazu ein, sich dazu eine eigene Meinung zu bilden. Entwickelt von der City-Pastoral Paderborn, der Pfarrei St Liborius, dem Erzbistum Paderborn, dem City-Management Paderborn und dem Frauenhofer Institut in Paderborn, dokumentiert es in eindrücklicher Weise den Versuch der Zusammenführung von theologischen Inhalten und KI. Der entstandene Kreuzweg, bestehend aus insgesamt acht Stationen, nimmt den Betrachter mit auf eine spannende Reise in die Welt der künstlichen Intelligenz. „Provozieren wollten wir, nicht einfach nur nett meditativ sein. Also mal neu denken“, lautete das Motto der Initiatoren des Projekts.

Der Fall Jesu zum Beispiel unter dem Kreuz wird durch die KI zum Fallen in den Burnout zum Thema gemacht, das Fallen in Erschöpfung und Resignation. KI stellt einen erschöpften, müden Jesus in düsteren Farben auf einem Sofa liegend dar, dem das Aufstehen unmöglich erscheint. Im Begleittext lautet es dazu: „Egal wie stark ich mich fühle, wie gut ich im Leben stehe – wir alle müssen auf unsere Ressourcen achten. Auch ich kann meine Kraft verlieren und erschöpft sein. Jesus hat schwer verwundete das viel zu schwere Kreuz getragen. Irgendwann war die letzte Kraft verbraucht und er fiel unter der Last. Jesus ist auch heute bei allen, die müde sind und fallen“.

Die Stationen sollen als Brücke dienen zwischen damals und heute und aufzeigen, dass der Weg Jesu immer noch ein Weg mit uns ist. Ein Weg, der in der Nachfolge dazu einlädt, sich für das Leben, für die Liebe und für die Hoffnung zu entscheiden.

Schulseelsorger Johannes Gröger, der die Ausstellung im letzten Jahr im Rahmen des Liborifestes in Paderborn sah, hat diese, gemeinsam mit seinem Kollegen, Schulseelsorger Stefan Bagert, an das Schulzentrum St. Michael in Ahlen geholt. „Gerade in der nachösterlichen Zeit, dem das Denken an Leid und Sterben Jesu vorausgegangen ist, lädt diese Ausstellung noch einmal dazu ein, sich dem Geheimnis von Ostern auf eine überaus spannende Art und Weise zu nähern“, fasst Gröger seine Erwartung zusammen. Beide Schulseelsorger freuen sich auf die vielfältigen Gespräche und Kontakte, die sich durch das herausfordernde Ausstellungsprojekt ergeben werden - sicherlich nicht nur mit den Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und des Berufskollegs St. Michael.

Die Ausstellung in der Schulkapelle ist bis zum 30. April 2024 zu den normalen Öffnungszeiten der Schule auch für mögliche Interessenten zugängig.